Nasse Moore (auch) im Ammerland?
Vielfältiges Programm im dritten Jahr
Die Fortsetzung der Vortragsreihe „Nasse Moore (auch) im Ammerland?“ im dritten Jahr möchte wiederum Möglichkeiten der Moornutzung in Verbindung mit Klimaschutz aufzeigen, neue Aspekte des Moorschutzes im Ammerland zur Sprache bringen und im Herbst zu viel praktischem Moorschutz einladen.
Mit zahlreichen Veranstaltungen werden abermals sehr unterschiedliche Zugänge zum Thema Moor angeboten, wie Exkursionen, Filmabende, Diskussionen, Eintauchen in die Geschichte der Moore und in Moorgeschichten.
Kommen Sie mit und lassen Sie sich für eine klimafreundliche Entwicklung der Ammerländer Moore inspirieren! Das Programm finden Sie hier. (KLICK MICH).
Nasse Moore (auch) im Ammerland?
Das Thema Moor ins Bewusstsein geholt und bei der Verwaltung auf die Agenda gesetzt!
2024 rief der BUND Ammerland die Veranstaltungsreihe „Nasse Moore (auch) im Ammerland?“ ins Leben. 2025 hat die Moor Initiative Ammerland, MoorIA die Reihe gemeinsam mit BUND Ammerland und Klimamarkt Ammerland fortgesetzt. Nun ging es über die Dörfer. In allen Gemeinden des Ammerlandes hatten Interessierte die Gelegenheit, mehr über ihre Moore zu erfahren: wie viel Moorgebiete sind überhaupt noch erhalten, was für Schätze sind hier zu finden, welche Geschichte(n) können die Moore uns erzählen? Und es ging um den Schutz der Moore, was für deren Erhalt nötig ist, aber vor allem auch wie viel möglich ist, wie Wieder-Vernässung oder Renaturierung gehen kann. Bei mehreren Moorpflegeaktionen (Entkusselungen) wurde dann auch angepackt.
Darüber hinaus stellten Studierende der Jade Hochschule Ergebnisse ihrer Forschungen vor: Messdaten zu massivem Torfschwund und Untersuchungen zum ökologischen Zustand des Bad Zwischenahner Meeres. Und es gab viel für die Ohren. „Erzähl mal…“, „oral-history“ Kurzfilme vermittelten ein Eintauchen in das persönliche Erleben des Wandels der Moore, eine musikalische Reise durchs Moor erfreute die BesucherInnen und dann gab es noch die Moorgeschichten aus dem Nordwesten. Dazu ein paar besondere Schätze – eine abendliche Vogelexkursion ins Vehnemoor, eine Wanderung im Naturschutzgebiet Barkenkuhlen und eine Radtour durch Moorgebiete rund um Rastede. Bei der Vorstellung des Projekts „Moor macht Schule“ ging es ums Umdenken in Schule und Ausbildung, also um unsere Zukunft.
Unter dem Titel „Verbauen oder bewahren – unser Umgang mit dem Moor“ befasste sich die 21. und letzte Veranstaltung des Jahres mit den anstehenden (Ver)Planungen von Moorböden für Energiegewinnung und Infrastruktur im Ammerland. Dazu konnten wir Dr. Jürgens, Umweltdezernent der Kreisverwaltung Ammerland gewinnen. Am Ende ein umfassender aber auch ernüchternder Überblick, was uns noch ins Haus steht.
Mit 60 bis zu 120 Teilnehmenden waren die Vortrags-Veranstaltungen sehr gut besucht. Mit den Outdoor-Veranstaltungen konnten wir weitere Moor-Interessierte ansprechen. Die Veranstaltungsreihe 2025 war in diesem Umgang und in dieser Qualität möglich, weil sehr viele Menschen dazu beigetragen haben: In der Organisation, als Referierende und als diejenigen, die Pflegeeinsätze in unseren Mooren gewuppt haben. Ehrenamtlich! Das mag auch die zuständigen Behörden anspornen, noch mehr für unsere Moore zu tun.
Wir sind froh über die vielen Menschen, die ins Gespräch über unsere Ammerländer Moore gekommen sind. Und wir freuen uns auf weitere interessante Moor-Veranstaltungen 2026!